Steuerliche Behandlung der Riester Rente

Absetzbarkeit der Beiträge

Die Beiträge zur Riester-Rente können bis zu bestimmten Grenzen als Sonderausgaben bei der Einkommenssteuer geltend gemacht werden. Hierfür gibt es die Anlage „AV“ die zusammen mit der Bescheinigung des Anbieters über die geleisteten Beiträge eingereicht wird. Im Jahr 2007 können bis zu 1575,00 € und im Jahr 2008 bis zu 2100,00 € als Sonderausgaben angesetzt werden. Bei der Steuererstattung werden die Zulagen angerechnet – unabhängig davon ob diese beantragt wurden.

Nachgelagerte Besteuerung

Die Leistungen aus zertifizierten Altersvorsorgeverträgen (Rente und Kapitalauszahlung) sind grundsätzlich in vollem Umfang steuerpflichtig (= Prinzip der nachgelagerten Besteuerung). Die volle Besteuerung erfolgt aber nur, wenn die Beiträge tatsächlich steuerbefreit waren bzw. gefördert wurden. Ansonsten werden die Leistungen wie bei konventionellen (Fondsgebundenen) Rentenversicherungen besteuert, nämlich nur mit dem Ertragsanteil. Bei Überzahlung (Beiträge über die steuerliche Förderung bzw. Zulagenförderung hinaus) gibt es eine (steuerliche) Aufspaltung der Leistungen: • Die Leistungen aus dem Vertragsteil, die auf dem nach neuem Recht steuerfreien oder geförderten Beiträgen beruhen, sind in vollem Umfang steuerpflichtig. • Die restlichen Leistungen, die auf nicht nach neuem Recht steuerfreien oder geförderten Beiträgen und den darauf entfallenden Erträgen beruhen, werden wie bisher mit dem Ertragsanteil besteuert.

Regelung bei schädlichen Auszahlungen und im Todesfall

Bei einer schädlichen Auszahlung, bei der eine Rückzahlung der Förderung vorzunehmen ist, sind von den zu versteuernden Leistungen die Eigenbeiträge und die zurückzuzahlenden Förderbeträge abzuziehen. Der Restbetrag, der im wesentlichen den angefallenen Erträgen entspricht, ist steuerpflichtig. Diese Besteuerungsregelungen greifen entsprechend bei einer Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht. Für alle Auszahlungen im Todesfall gilt grundsätzlich dieselbe steuerliche Behandlung wie bei schädlichen Auszahlungen. Stirbt die versicherte Person vor Rentenbeginn, zahlt die Gesellschaft das gebildete Kapital abzüglich der Förderbeträge an eine begünstigte Person. Die Förderbeträge müssen von der Gesellschaft an den Staat zurückgezahlt werden. Diese Rückzahlung entfällt, wenn das gebildete Kapital in einen Altersvorsorgevertrag des überlebenden Ehegatten eingezahlt wird. Stirbt die versicherte Person nach Rentenbeginn aber innerhalb der Rentengarantiezeit erhält die begünstigte Person von der Gesellschaft eine um die anteiligen Förderbeträge verminderte Rente inkl. Überschüsse bis zum Ablauf der vereinbarten Garantiezeit. Stattdessen kann auch der Barwert der bis zum Ablauf der Rentengarantiezeit ausstehenden Renten – ohne Kürzung um die Förderbeträge – für einen Altersvorsorgevertrag des überlebenden Ehegatten verwendet werden.

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