Weniger Kredite für Firmen und Privathaushalte

Die Banken in der Euro-Zone müssen den Gürtel nun endgültig enger schnallen. Schon in den vergangenen Monaten vergab sie weitaus weniger Kredite an Privathaushalte und Firmen, als in den letzten Jahren. Somit muss die Notenbank die Kreditvergabe mit günstigem Geld bezuschussen, wodurch noch größerer Druck entsteht. Im Vergleich zum August diesen Jahres (mit 2 Prozent), schwanden die Kredite im September um rund 1,9 Prozent. Das ist zwar weniger, allerdings hat sich das Tempo des Rückgangs inzwischen langsamer entwickelt. Im Juli und August unterstützte die Bank noch mit 16 und 12 Milliarden Euro, im September hingegen ging die Summe auf nur 7 Milliarden Euro zurück. Laut Experten wird die Europäische Zentralbank zunächst nicht mit einer Senkung des Leitzinses reagieren, zumindest für November sei noch nichts vorgesehen. Auch Finanzspritzen für die Banken seien eher unwahrscheinlich – so mutmaßen die Experten. Am 7. November will die EZB sich zusammenfinden und noch einmal über die Lage und das weitere Vorgehen beraten. Aktuell liegt der Leitzins bei 0,5 Prozent. Der Direktor der Europäischen Zentralbank Jörg Asmussen meint: „Ich glaube, die Kreditvergabe an die Unternehmen wird zu den erwünschten Niveaus zurückkehren, wenn wir die Bankbilanzen bereinigt haben“. Ob seine Prognose sich bewahrheitet, wird sich erst nach dem 7. November herausstellen, womöglich sogar erst in einigen Monaten.