Schwächelnde Eurozone bremst deutschen Aktienmarkt

Auf die Länder der Eurozone kommen im wahrsten Sinne des Wortes frostige Zeiten zu: Enttäuschende Wachstumsprognosen dämpfen derzeit die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. So rutschte der DAX am Dienstag schon von seinem Rekordhoch um 0,59 Prozent auf 8.983,72 Punkte. Auch der Leitindex der Eurozone verzeichnete ein Minus von einem Prozent. Verunsicherung an den Märkten entstand vor Allem durch negative Prognosen der Brüsseler EU-Kommission. Diese sagte gesenktes Wachstum für fast alle Mitglieder der Eurozone voraus. Die ausstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank tut ihr Übriges und lässt Anleger erst einmal die Füße still halten. Das Ausbleiben einer weiteren Zinssenkung könnte den Euro weiter stärken und zudem den Aktienmarkt nicht weiter ausbremsen. Ebenfalls wirft die prognostizierte Wachstumsdrosselung in China ihren Schatten auf die Aktienmärkte der Eurozone.

Dennoch gibt es Aktien die als Sieger aus dem kurzfristigen Abstieg des DAX hervorgehen, wie beispielsweise Beiersdorf. Diese stehen gerade bei einem Rekordhoch von 73,69 Euro. Auch die Aktien des Pharma-Riesen FMC (Fresenius Medical Care) und dessen Muttergesellschaft Fresenius. Hier konnte man einen Anstieg von 1,04 und 3,28 Prozent beobachten. Ebenso können sich Aktienbesitzer von Symrise (Anbieter von Duftstoffen, Geschmackstoffen und Wirkstoffen für Kosmetika) oder Sky Deutschland über Anstiege in ihrem Aktiendepot freuen. Besonders Sky Deutschland verzeichnete ein Plus von 5,63 Prozent. Somit ist der Weg aus den roten Zahlen etwas geebnet.