Der größte Raubzug der Geschichte. Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden

Viele deutsche Bürger sorgen sich um ihre Ersparnisse und sehen sich deshalb nach Alternativen um, die ihnen noch einigermaßen gute Rendite bieten können.
Matthias Weik und Marc Friedrich, die Autoren des Bestsellers „Der größte Raubzug der Geschichte. Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“ haben sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Das Magazin „Wirtschaftswoche“ interviewte die beiden jungen Autoren. Ihrer Meinung nach wird es bald einen gewaltigen Crash unseres Finanzsystems geben, was allerdings auch eine neue Chance mit sich bringen könnte. In Papierwerten sehen die beiden Betriebswirte keinen Wert mehr, man müsse stattdessen in Sachwerte investieren. Lebensversicherungen, Anleihen, Fonds und Bausparverträge seien überholt und bringen kaum noch Rendite. Sachwerte dienen nur dem Eigentümer, die Finanzbranche verdient hierbei nicht mit. Auch die Inflation tut ihr Übriges – bei Papierwerten muss diese immer mit einbezogen bzw. mit eingerechnet werden. Sachwerten hingegen kann diese nichts anhaben. Doch welche Sachwerte sind eigentlich gemeint? Weik und Friedrich reden von Waldgrundstücken, Äckern, Gold, Silber, einem selbst genutzten Haus, oder Unternehmensbeteiligungen. Wer sich etwas davon zulegt, ist erst einmal auf der sicheren Seite, denn Sachwerte können laut Weik nicht „wertlos“ werden – Papierwerte (wie z.B. reine Geldkapitalanlagen etc.) dagegen schon. Zudem raten Friedirch und Weik dazu, Oldtimer oder andere Liebhaberstücke jetzt zu verkaufen, da in Krisenzeiten keiner daran interessiert ist. Des Weiteren sieht das Duo in lokalen Anlagen mehr Potential und Sinn als beispielsweise in globalen, da hier die Transparenz weniger gegeben ist. So sei es nützlicher, sein Geld in heimische oder lokale Produkte/Unternehmen zu investieren, da man so zusätzlich Gutes tut und beispielsweise Arbeitsplätze schafft. Auch die lokale Wirtschaft profitiert dadurch. Marc Friedrich sieht auch eine Gefahr in der Abhängigkeit der Unternehmen von den Banken. Dieses Verhältnis müsste seiner Meinung nach gelockert werden, um die Banken zum Umdenken zu bringen und die allseits gegebene Gier wieder in den Griff zu bekommen. Die Autoren des erfolgreichen Bestsellers empfehlen auch eine Bargeldreserve für jeden Bürger. So hat man selbst bei der Schließung einer Bank oder bei einem eingefrorenen Konto noch Geld zur Verfügung und macht sich nicht komplett von Automaten abhängig. Friedrich und Weik halten es für absolut denkbar, dass in naher Zukunft – wie in Griechenland schon vor geraumer Zeit geschehen – auch in Deutschland bestimmte Banken geschlossen werden könnten. Ihrer Meinung nach wird sich nach dem bevorstehenden Stresstest herauskristallisieren, welche Banken auch ohne staatliche Finanzspritze überleben werden. Darüber hinaus sehen sie für den Euro keine Zukunft mehr. Eine Zusammenarbeit – politisch als auch wirtschaftlich – sieht er für die Länder der Europäischen Union auch zukünftig. Jedoch habe die EU durch den Euro stark gelitten, vielen Ländern gehe es nun schlechter als vor der Einführung der neuen Währung.