KFZ-Versicherung

Die KFZ Versicherung, umgangssprachlich auch Autoversicherung genannt, ist eine der wenigen gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtversicherungen. Diese Versicherungspflicht bezieht oder beschränkt sich auf die Kfz-Haftpflicht. Sie ist eine von mehreren Versicherungen für das KFZ, die in ihrer Gesamtheit die KFZ Versicherung als solche ergeben. Dazu gehören die Kaskoversicherung sowie im weiteren Sinne die GAP-Versicherung, die Insassenunfallversicherung und die Verkehrsrechtsschutzversicherung. Die Kaskoversicherung wiederum gliedert sich in die Teilkasko- sowie in die Vollkaskoversicherung. Mit Ausnahme der Kfz-Haftpflichtversicherung kann der Autofahrer frei entscheiden, wie gut und umfangreich er sein KFZ versichern möchte.

KFZ-Versicherung ist Pflicht für Autofahrer

Um mit dem Auto am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen zu können, muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung nachgewiesen werden. Das geschieht durch die eVB-Nummer, die elektronische Bestätigungsnummer. Sie ersetzt seit einigen Jahren die frühere Doppelkarte und ist ein vorläufiger, auf sechs Monate begrenzter Schutz in der Kfz-Haftpflicht. Die siebenstellige eVB-Nummer wird zentral erfasst; sie kann von der Kfz-Zulassungsstelle bei Bedarf abgerufen sowie geprüft werden. Diese Pflichtversicherung ist ein Schutz für den sogenannten Unfallgegner. Der Unfallverursacher ist nach § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches zum Schadensersatz verpflichtet. Bei einem Autounfall gilt das für Personen-, Sach- sowie Vermögensschäden, und im Einzelfall muss auch Schmerzensgeld gezahlt werden. Die Schadensregulierung erfolgt direkt von Autoversicherung zu Autoversicherung; der Schadensverursacher wird daran nicht beteiligt. Wir empfehlen zusätzlich zur KFZ-Versicherung eine Unfallversicherung für die maximale Absicherung.

Was ist eine Teilkaskoversicherung?

Mit einer Teilkaskoversicherung werden Schäden am eigenen Auto versichert. Zu den versicherten Schadensfällen gehören Brand, Diebstahl, Explosion sowie direkte Elementarschäden wie Hagel, Sturm oder Überschwemmung. Es sind allesamt Schäden am Auto, die ohne eigenes Hinzutun entstehen. Jede KFZ Versicherung bietet zusätzlich einen noch weitergehenden Versicherungsschutz an. Das kann der Glasbruchschaden, ein Marderbiss oder der Zusammenstoß mit Haarwild im jagdrechtlichen Sinne sein. Die eine KFZ Versicherung bietet diesen, die andere Autoversicherung jenen Schutz. Hierzu lohnt sich ein recht genauer Vergleich des Leistungskataloges, ebenso wie zu den Einzelheiten der Beitragsermittlung. Die Teilkaskoversicherung kann mit und ohne Eigenbeteiligung je Schadensfall abgeschlossen werden.

Was ist eine Vollkaskoversicherung?

Mit der Vollkaskoversicherung, in der die Teilkasko automatisch enthalten ist, lässt sich der Versicherungsschutz am eigenen Auto noch deutlich verbessern. Versichert sind Schäden am KFZ anlässlich eines selbst verschuldeten Unfalls, Schäden aus Vandalismus sowie durch unbekannte Dritte. Ob von Unbekannten der Lack zerkratzt oder die Reifen zerstochen werden; im Gegensatz zur Teilkasko sind diese Schäden in der Vollkasko versichert. In jedem Vollkaskotarif muss der KFZ Halter einen Eigenanteil je Schadensfall bezahlen; der beträgt wahlweise zwischen dreihundert und tausend Euro. Auch oder besonders in der Vollkasko lohnt sich ein Vergleich auf nachgerechnet.de. Jede Autoversicherung ist frei in ihrer Entscheidung, wie die Versicherungsprämie im Einzelnen kalkuliert wird. Die Grundlagen wie Typenklasse und Regionalklasse sind weitgehend dieselben. Trotzdem gibt es sichtbare Unterschiede von der einen zur anderen KFZ Versicherung.

Versicherungspolice

Kfz-Haftpflicht- und Kfz-Kaskoversicherung werden von den Versicherern in einem einzigen Versicherungsschein, in der Versicherungspolice zur Autoversicherung zusammengefasst. Es sind zwei Versicherungen, die getrennt ausgewiesen, aber in einer Gesamtsumme berechnet werden. Insofern besteht ein außerordentliches, also vorzeitiges Kündigungsrecht, wenn auch nur eine von beiden erhöht wird. Die Gesamtsumme ändert sich dadurch, und somit die KFZ Versicherung insgesamt.

GAP-Versicherung

Das englische GAP heißt zu Deutsch Lücke. Die GAP-Versicherung als eine eigene Autoversicherung schließt eine Finanzierungslücke für KFZ, die geleast oder fremdfinanziert sind. Bei einem Totalschaden verbleibt in aller Regel eine Differenz zwischen der Zahlung aus der Vollkaskoversicherung und den noch fälligen Leasing- oder Finanzierungsraten. Diese offene Verbindlichkeit für das Auto wird durch die GAP-Versicherung bezahlt. Der Kfz-Halter hat durch den Totalschaden kein Auto mehr, aber auch keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Sparkassen. Vor Abschluss einer GAP-Versicherung ist ein Vergleich nicht nur hilfreich, sondern geradezu notwendig. Bei einem Preis-Leistungs-Check sollte nicht nur auf die Höhe der Monats- oder Jahresprämie geachtet werden, sondern beispielsweise auch auf Leistungsausschlüsse. Dem KFZ Halter muss bewusst sein, dass im Schadensfall nur das geleistet wird, was im Vertrag steht.

Aktuelles

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