Haftpflichtversicherung

Viele Bürger sind sich der möglichen Folgen der gesetzlichen Haftpflicht eher nicht bewusst. Doch Fakt ist, dass jeder, der einem anderen Menschen einen Schaden zufügt, diesen ersetzen muss. Ob die Schädigung absichtlich oder unabsichtlich entstand, ist dabei unerheblich. Diese Verpflichtung wird auch als sogenannte Haftpflicht bezeichnet und ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Haftungsgrenzen existieren dabei nicht. Die Regelungen sehen vor, dass der Verursacher den Schaden komplett regulieren muss. Dazu dient in erster Linie eventuell vorhandenes Vermögen. Besitzt der Verantwortliche kein Vermögen oder reicht dieses nicht zur Deckung der Regulierungsansprüche aus, haftet der Betroffene auch mit seinem Einkommen – sowohl mit Aktuellem als auch mit Zukünftigem.

Was sind Schadenersatzforderungen?

Schadenersatzforderungen können sehr weitreichend sein. In den meisten fällen handelt es sich um überschaubare Sachschäden, die ohne große finanzielle Folgen reguliert werden. Doch vor allem dann, wenn ein Personenschaden entstanden ist, sind die Auswirkungen oft enorm. So werden dem Schadenverursacher beispielsweise die Kosten für ärztliche Behandlungen und eventuelle Rehabilitationsmaßnahmen in Rechnung gestellt. Hinzu kommen Ausgleichsforderungen für gegebenenfalls entstandene Verdienstausfälle des Geschädigten. Kann dieser aufgrund der Schädigung seinen Beruf nicht mehr ausüben, machen vor allem diese häufig einen Großteil der Gesamtforderungen aus. In diesen Fällen können die Schadenersatzforderungen enorme Höhen erreichen. Der Schadenverursacher kann diese dann häufig nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen.

Hält man sich vor Augen, dass man selbst tagtäglich nicht nur Opfer einer Schädigung, sondern auch ein Schadenverursacher sein kann, wird die Tragweise der gesetzlichen Haftpflicht klar. Denn praktisch überall können Dritte unbeabsichtigt geschädigt werden. Unfälle, bei denen die meisten Personenschäden entstehen, geschehen oft schneller als man zunächst denkt. Dementsprechend schnell können Schadenersatzforderungen auftreten.

Wofür benötige ich eine Haftpflichtversicherung?

Um sich dagegen zu schützen, können Sie eine Haftpflichtversicherung nutzen. Diese begleicht alle gegen Sie gestellten berechtigten Forderungen, die aus der gesetzlichen Haftpflicht resultieren. Bei Vertragsabschluss wird eine Versicherungssumme festgelegt, die als maximale Ausgleichssumme je Schadensfall gilt. Im Gegenzug für den gebotenen Schutz zahlen Sie einen Risikobeitrag, dessen Höhe meist recht überschaubar ist – gemessen an den möglichen Schadenshöhen. Dennoch sollten Sie vor Vertragsabschluss immer verschiedene Angebote vergleichen. Denn ein Vergleich kann bares Geld sparen. Zudem sollten Sie auch deshalb vergleichen, weil auch die vertraglichen Versicherungssummen abweichen können. Nicht jeder Versicherer bietet die Haftpflichtversicherung zu gleichen Bedingungen an. Gerade in Extremfällen profitieren Sie jedoch von möglichst hohen Absicherungssummen. Ein Versicherungsvergleich auf nachgerechnet.de schafft also Transparenz und ermöglicht Ihnen einen Vertrag mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was ist passiver Rechtsschutz?

Nutzen Sie eine Privathaftpflicht, genießen Sie automatisch einen sogenannten passiven Rechtsschutz. Dieser entsteht dadurch, dass ein Versicherer nur für berechtigte Forderungen einsteht. Im Schadensfall prüft er also, ob eine erhobene Forderung rechtmäßig ist. Ist das der Fall, wird auch eingeschätzt, ob die Forderungshöhe angemessen erscheint. Von diesem Umstand profitieren Sie als Versicherter. Denn treten unberechtigte oder überzogene Forderungen auf, geht der Versicherer gegen diese vor – notfalls auch auf dem juristischen Weg. Die dafür entstehenden Kosten trägt das Versicherungsunternehmen. Eine separate Rechtschutzversicherung benötigen Sie in einem solchen Fall nicht. Übrigens kann es im Normalfall nicht dazu kommen, dass Sie als Versicherter für einen Schaden haften, Ihre Versicherungen diesen jedoch nicht begleicht. Allenfalls bei nachweislich mutwillig verursachten Schäden kann diese Situation entstehen. Denn diese sind nicht versichert.

Eltern haften für ihre Kinder?

Es ist ein allgemeiner Irrglaube, dass Eltern grundsätzlich für die Taten ihrer Kinder haften. Diverse Schilder sollen dies sicher ganz bewusst suggerieren, dass Eltern sich in der Pflicht fühlen, genauer auf ihren Nachwuchs zu schauen. Allerdings stimmt es nicht, dass Eltern haften – zumindest nicht grundsätzlich. Eltern sind nur dann für Schäden ihrer Kinder haftbar zu machen, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben und der betreffende Schaden dadurch entstand. Ist beispielsweise ein zwölfjähriges Kind tagsüber allein unterwegs und verursacht dabei einen Schaden, liegt sicher keine Vernachlässigung der elterlichen Aufsichtspflicht vor. Wäre dies nachts der Fall hingegen schon. Es geht dabei also immer um Verhältnismäßigkeit. Eine private Haftpflichtversicherung der Eltern zahlt übrigens genau aus diesem Grunde nur dann, wenn eine Verletzung der Aufsichtspflicht vorliegt.

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