Gesetzliche Krankenversicherung im Vergleich – nachrechnen und sparen!

 

Gesetzliche Krankenversicherung

Alle wichtigen Infos rund um die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Allgemeines zur gesetzlichen Krankenversicherung

In Deutschland ist die gesetzliche Krankenversicherung, abgekürzt GKV, eine tragende Säule der gesamten Krankenversicherung. Die GKV gehört zum Sozialversicherungssystem und ist, gemeinsam mit der Pflegeversicherung, für den größten Teil der Bevölkerung eine Pflichtversicherung. Seit Ende der 2000er Jahre muss jeder Bürger kranken- und pflegeversichert sein. Umgekehrt hat auch jeder einen Anspruch auf Leistungen aus der Kranken- sowie aus der Pflegeversicherung. Rechtsgrundlage für die GKV ist das SGB V, das fünfte Sozialgesetzbuch.

Die gesetzliche Krankenversicherung hat Pflicht- sowie freiwillige Mitglieder. Pflichtversichert sind alle unselbstständigen Arbeiter und Angestellte, wenn deren Bruttoverdienst die Beitragsbemessungsgrenze nicht übersteigt. Die wird jährlich von der Bundesregierung neu festgesetzt und in aller Regel erhöht. Freiwillig können sich diejenigen in der GKV versichern, deren Jahreseinkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrunde liegt; darüber hinaus auch Selbstständige und Freiberufler. Dieser Personenkreis hat die Alternative, Mitglied einer privaten Krankenversicherung zu werden.

Die rund zwölf Dutzend gesetzlichen Krankenkassen gliedern sich in die sechs Kategorien Allgemeine Ortskrankenkassen, Betriebs-, Ersatz-, Innungs- und Landwirtschaftliche Krankenkassen sowie in die Knappschaft. Seitdem eine Krankenversicherungspflicht besteht, können die gesetzlichen Krankenkassen keine Aufnahmeanträge aus dem betreffenden Personenkreis ablehnen. Es ist eine beidseitige Pflicht; die einen müssen versichern, die anderen müssen sich versichern. Der Versicherungsnehmer hat jedoch die freie Auswahl unter den GKVs. Er kann auswählen, vergleichen und sich dann für seine gesetzliche Krankenversicherung entscheiden. Darüber informiert er seinen Arbeitgeber, der die monatlichen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge dorthin bezahlt.

Unterschiede bei den Krankenversicherungen

Zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung gibt es einige gravierende Unterschiede. Dazu gehören der Versicherungsbeitrag sowie die Mitgliedschaft. In der GKV ist der Versicherungsbeitrag einkommensabhängig. Er beträgt als sogenannter Arbeitnehmeranteil einen feststehenden Prozentsatz des monatlichen Bruttoverdienstes. Zusammen mit dem nahezu gleichhohen Arbeitgeberanteil ergibt die Summe den Monatsbeitrag zur Krankenversicherung. Der wird an die vom Arbeitnehmer ausgewählte GKV überwiesen, zusammen mit dem Beitrag zur Pflegeversicherung. Die ist der jeweiligen GKV angegliedert und wird von der Pflegekasse getragen. Versicherungsnehmer ist der Beitragszahler, also der Hauptverdiener innerhalb der Familie. Die Familienangehörigen sind Mitversicherte, ohne dass dafür zusätzliche Kosten anfallen. Das ist die Familienversicherung im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung als einer Einzelversicherung. Dort wird für den Versicherungsnehmer und für jeden einzelnen Mitversicherten ein jeweils eigener tarifbezogener Beitrag von der Versicherung erhoben. Der ist einkommensunabhängig und kann durchaus steigen, während gleichzeitig das Einkommen sinkt. Das ist in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht möglich. Der Rentner mit einem reduzierten Einkommen zahlt einen dementsprechend niedrigen Monatsbeitrag.

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind ebenso vielfältig wie vielseitig. Rechtsgrundlage für die GKVs ist das SGB V. Danach besteht für alle Versicherungsnehmer überall derselbe medizinische Versorgungsanspruch. In ihrer Basisversorgung unterscheiden sich die Krankenkassen also nicht oder nur marginal voneinander. Ihre Leistungen müssen zweckmäßig und ausreichend sein. Zusätzlich zu den für alle GKVs gesetzlich vorgegebenen Leistungen, den sogenannten Regelleistungen, können sie ergänzende Wahlleistungen anbieten. Aus Sicht des Versicherten sind das die Wahltarife. Besonders hier unterscheiden sich die Angebote der gesetzlichen Krankenkassen; sie haben bei den Angeboten von Wahlleistungen die Chance, für sich zu werben. Der Versicherte kann seinerseits die Angebote vergleichen und sich zu einem Wechsel der Krankenversicherung entscheiden. Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung verzichtet die gesetzliche auf eine Gesundheitsprüfung. Sie hat keine Möglichkeit, einen Aufnahme abzulehnen, sofern der Antrag als solcher berechtigt ist. Das ist auf jeden Fall bei einer unselbstständigen Tätigkeit mit einem dementsprechenden Bruttoverdienst der Fall. Der Gesundheitszustand des Antragstellers hat keine Auswirkung auf die Beitragshöhe, ganz im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung mit Leistungsausschlüssen oder Risikozuschlägen.

Sofern die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung nicht ausreichend gut oder hoch sind, wird vom Versicherten eine Eigenbeteiligung erwartet. Das gilt für die ambulante, für die stationäre sowie für die Zahnbehandlung. Diese Selbstbeteiligung lässt sich durch Wahlleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung oder durch eine tarifbezogene Krankenzusatzversicherung bei einer privaten Krankenversicherung reduzieren. Entlastet worden sind alle GKV-Versicherten durch den Wegfall der Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro je Quartal seit dem Jahre 2013.

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